GoPro’s neue Actioncam und Drohne: HERO5 und Karma

Sep 28, 2016 | Kamera | 0 Kommentare

GoPro bringt am 2. Oktober die neueste Version ihrer Actioncam auf den Markt. Die „GoPro HERO5“ bringt einige Verbesserungen mit, ist aber keine wirkliche Weiterentwicklung der HERO4. Zudem steigt GoPro dieses Jahr auch in den Drohnen-Markt ein und vertreibt ab dem 23. Oktober den Quadcopter „Karma“.

GoPro HERO5 – ab 2. Oktober

GoPro HERO5 Actioncam

GoPro HERO5 Actioncam

Zwei Jahre ist es her, da veröffentlichte GoPro die vierte Generation der beliebten Actioncam. Die GoPro HERO4* brachte einige Weiterentwicklungen im Vergleich zu HERO3 mit sich und wurde von der Community mit offenen Armen in Empfang genommen.
Nun – wir schreiben das Jahr 2016 – greift GoPro den stark umkämpften Drohnenmarkt an und bring, passend dazu, eine neue Actioncam heraus. Die GoPro HERO5 ist dabei kein sonderlich herausragendes Upgrade der HERO4 was die Bildqualität angeht – die hat sich nämlich fast überhaupt nicht verbessert. Stattdessen spendiert GoPro der HERO5 ein bis 10 Meter wasserdichtes Kameragehäuse. Man benötigt also nicht mehr das extra Gehäuse, welches doch recht oft für schlechte Tonqualität und oft auch Videoqualität verantwortlich war.

GoPro Hero5 Session

GoPro Hero5 Session

Die HERO 5 wird es in zwei Varianten geben, Black und Session. Die Black Edition wird sowohl die HERO4 Black und Silver ersetzen, wohingegen die HERO5 Session die HERO Session* ersetzen wird. Sowohl das wasserdichte Gehäuse bis 10m eint die zwei Versionen, also auch 4k-Videoaufnahme und eine einfache Bedienung mit lediglich 2 Tasten am Gerät. Ebenfalls mit an Board sind 3 Mikrofone, dadurch erhofft sich GoPro eine verbesserte Tonqualität.

Unterschiede der Black und Session findet man natürlich einerseits in der Größe der Geräte, als auch bei den Aufnahmefunktionen. So nimmt die Black Edition Fotos mit 12 Megapixel auf, die Session begnügt sich mit 10 Megapixel. Zudem lässt sich bei der größeren Version der Akku wechseln und es ist ein GPS-Sensor verbaut der Standort-Daten erheben kann.

Einige Veränderungen finden ebenfalls bei der GoPro App. So soll es in Deutschland ab Anfang 2017 das GoPro-Plus Abo zur Verfügung stehen. Damit erhaltet man für 5€/Monat ein Online-Archive und kann seine Filme in die GoPro-Cloud laden.
Als neues Feature erhalten die 2 neuen GoPro Versionen ebenfalls einen Sprachassistenten. So ist es in Zukunft möglich, z.B. mit dem Sprachbefehl „GoPro Foto machen“ oder „GoPro Videoaufnahme stoppen“ die Kamera zu steuern.

Die Preise sind bereits bekannt und belaufen sich für die HERO 5 Black auf 430€. Die kleinere Session gibt es für 320€ zu kaufen. Als Einsteigermodell bleibt auch die HERO Session im Sortiment erhalten.
GoPro ist immer noch die Luxusmarke unter den Actionkameras. Im Vergleich zur Konkurrenz wie z.B. die Yi 4k Action Cam* (ca. 280€) oder die TecTecTec XPRO2 4K Cam* (ca. 90€), welche eine ähnliche Technik bieten, schlägt GoPro ordentlich zu Buche. Die Konkurrenz schläft nicht und kann auf eine teure „Markennamen-Preispolitik“ verzichten.

Fazit

Für mich ist die GoPro HERO5, trotz des stolzen Preises, weitere, genauere Blicke wert. Vor allem das bereits verbaute wasserdichte Gehäuse finde ich klasse, wenn auch längst überfällig. Ich besitze aktuell noch die GoPro HERO3 Black, habe also die 4te Generation ausgelassen. Das wäre ein Anlass die alte HERO3 zu verkaufen und mit ein wenig Aufpreis, zur aktuellen Version zu greifen.

Pro

  • Verbesserte Ton-Qualität
  • Wasserdicht bis 10m ohne Gehäuse
  • Verbessertes Display
  • GPS-Sensor

Kontra

  • Keine verbesserte Bildqualität im Vergleich zur GoPro HERO4
  • Teuer im Vergleich zur Konkurrenz

GoPro KARMA – ab 23. Oktober

Zusammen mit der „HERO 5 Black“ und „ERO 5 Session“ bring GoPro ab Ende Oktober auch einen Hauseigenen Quadcoper – ebenfalls kompatibel mit der GoPro HERO4* – auf den Markt, mit einigen sehr interessanten Features. Welche davon mich besonders Ansprechen will ich hier kurz erläutern.

GoPro Karma Drohne

GoPro Karma Drohne

Zum einen, und das ist mir das Wichtigste, man kann die Kamera austauschen und die Drohne passt in einen Rucksack, dieser wird sogar direkt mitgeliefert. Für viele anderen Drohnen mit ähnlichem Funktionsumfang wie die „Karma“ ist oft ein kleiner Reisekoffer vonnöten. Bei dem neuen GoPro Quadcopter hingegen ist es möglich, die Rotoren einzuklappen, somit verringert sich die Größe um einige Zentimeter.

Weiterhin kann man den Gimbal der Drohne, auf einen mitgelieferten Griff montierten oder gar an einem Auto befestigen und hat somit eine handliche Stadycam. Auch im Lieferumfang enthalten ist die Fernbedienung mit integriertem 5-Zoll-Display. Man benötigt also nicht mehr ein extra Tablet zur Bildübertragung. Auch das ist ein gewaltiger Pluspunkt auf der „Wie mobil ist die Drohne?“ Skala.
Ein weiteres Feature ist die „Passagier-Funktion“. Damit soll es möglich sein, bis zu drei Personen als Passagiere einzuladen, die über ihr Smartphone das Flugbild ebenfalls übertragen bekommen und sogar die Steuerung der Kamera übernehmen können. Wie cool ist das denn bitte?

GoPro Karma im Rucksack; Gimbal auf dem Grip montiert

GoPro Karma im Rucksack; Gimbal auf dem Grip montiert

Um noch einige Zahlen und Fakten zu nennen: Die maximale Entfernung der Fernsteuerung beträgt einen Kilometer und die Flughöhe 4500 Meter. Die maximale Geschwindigkeit gibt GoPro mit 15 m/s an, also 54km/h (20 km/h langsamer als die DJI Phantom 4*). Der Preis beträgt 869,99€, rechnet man noch die benötigte Kamera dazu, z.B. die GoPro Hero 4 (ca. 410€), kommt man auf einen Gesamtpreis von rund 1.280€. Die Phantom 4 gibt es ab 1.175€.

Fazit

Ich bin von der GoPro Drohne recht angetan. Vor allem der mobile Aspekt ist mir persönlich wichtig, denn umso mobiler so ein Quadcoper mit Kamera ist, desto häufiger wird man ihn einfach mal so mit auf Ausflüge oder Reisen nehmen. Muss ich hingegen jedes mal mit dem Auto vorfahren wird meine Lust, das Teil auch für den nicht professionellen Bereich zu verwenden, stark getrübt. Dennoch ist eine Drohne ein recht teures Gerät und ich würde es mir nie zulegen wenn ich damit nicht auch Geld verdienen könnte, für ein wenig Flugspaß und Luftbilder gibt es nämlich weitaus günstigere Möglichkeiten.

Pro

  • Sehr handlich durch einklappbare Rotoren
  • Fernsteuerung mit integriertem Display
  • austauschbare Kamera
  • abnehmbarer Gimbal

Kontra

  • wird ohne Kamera geliefert

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